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(bislang erst 2 Bewertungen)Von  motata (Details) am 20.01.12 15:41:57 Rufbereitschaft mit Typ 1 Ich soll demnächst Rufbereitschaftsdienste im Krhs übernehmen, u.a. auch 24 Stunden- Dienste, und ich würde gern wissen, ob mir ein ärztliches Attest hilft, mich dagegen zu wehren. Bin Typ 1 und habe 50 % GdB.
Wer hat sich wie erfolgreich oder weniger erfolgreich gewehrt?
Danke für Eure Berichte schon im vorraus
motata
| (bislang erst 1 Bewertung)Von  gioia_nella_vita (Details) am 22.01.12 13:56:19 Re: Rufbereitschaft mit Typ 1 Ja! Wehr dich!
Heb dein "Ich bin behindert"-Schild hoch und freu dich, daß dir dein DM hilft, anderen den Dienst, zu dem Du offensichtlich keinen Bock hast, zu schieben.
Ich freu mich, daß mich mein DM ohne wesentliche Einschränkungen am Leben teilnehmen läßt.
Gruß
gioia nella vita (PS. Schau mal nach, was das heißt)
| (noch ohne Bewertung)Von  gioia_nella_vita (Details) am 22.01.12 13:58:52 Korrektur meines Schreibfehlers Heb dein "Ich bin behindert"-Schild hoch und freu dich, daß dir dein DM hilft, anderen den Dienst, zu dem Du offensichtlich keinen Bock hast, zu schieben.
| (noch ohne Bewertung)Von  gioia_nella_vita (Details) am 22.01.12 13:59:47 Re: Korrektur meines Schreibfehlers Heb dein "Ich bin behindert"-Schild hoch und freu dich, daß dir dein DM hilft, anderen den Dienst, zu dem Du offensichtlich keinen Bock hast, zu schieben.
sollte heißen:
Heb dein "Ich bin behindert"-Schild hoch und freu dich, daß dir dein DM hilft, anderen den Dienst, zu dem Du offensichtlich keinen Bock hast, zuzuschieben.
Meine Finger sind heute wohl etwas schnell (sorry)
| (bislang erst 2 Bewertungen)Von  Eva_Maria (Details) am 22.01.12 14:45:45 Re: Korrektur meines Schreibfehlers Hallo motata,
am Anfang meiner Berufslaufbahn mußte ich dafür kämpfen, als Typ1 (damals ohne GdB, heute mit 40%!) überhaupt Nachtdienste übernehmen zu dürfen. Es war eine ziemlich schwierige Zeit und ich bin froh, dass heute niemand mehr danach fragt, ob man 24-Stundendienste, Rufbereitschaften und Wochenddienste als Diabetiker übernehmen darf.
Hast Du Dir eigentlich schon mal überlegt, wieviele Leute in den 70er Jahren oder vorher bestimmte Berufe wg. Diabetes gar nicht erlernen, bzw. ausüben durften? Da sind Lebensträume zerstört worden! Also: Sei froh, dass Du heute vorbehaltlos und ohne Voreingenommenheit anderer Menschen DEINEN Beruf ausüben darfst und kannst!
Was glaubst Du, wieviele Ärzte (nur als Beispiel!) MIT Diabetes Typ1 heute Wochenenddienste, Bereitschaften usw., genauso gut und verantwortungsvoll wie ihre Kollegen ableisten? Frag´ mal rum, Du wirst erstaunt sein!
Wir Diabetiker sind nicht behindert, nicht krank und auch nicht bevorzugt zu behandeln! Wir sind nur "bedingt" gesund, aber nicht bedauernswert! Wir müssen nur "wollen" - dann können wir alles!
VG
Eva Maria
| (noch ohne Bewertung)Von  Scrat (Details) am 25.01.12 18:06:39 Re: Korrektur meines Schreibfehlers Tja, die Antworten mögen ja alle stimmen (ging mir ebenso!), aber sie sind keine Antwort auf die Frage. Nicht jeder DM ist gleich und ich kenne einige, denen nur geringe Abweichungen im Tagesablauf die Einstellung des DM ungleich schwerer machen. Wenn dem so ist, dann würde ich mich an meinen Diabetologen wenden und mit ihm darüber "konferieren". Und wenn er nix dagegen einzuwenden hat, die Bereitschaftsdienste machen und gut ist's!
| (noch ohne Bewertung)Von  madita (Details) am 26.01.12 22:28:11 Re: Korrektur meines Schreibfehlers Darum geht es doch gar nicht bei dem Wort "behindert". Warum bewertet ihr es alle so negativ? Behinderung bedeutet sachlich gesehen, dass mich etwas am "normalen" Leben hindert und das tut er nunmal der Diabetes ob ihr es nun wahrhaben wollt oder nicht, wir alle müssen einiges dafür tun ( leisten) um im Alltag so zu "funktionieren wie gesunde Menschen und das ist eine Behinderung.....
| (noch ohne Bewertung)Von  ferrato (Details) am 26.01.12 10:48:57 Re: Rufbereitschaft mit Typ 1 Hallo Motata,
Bisher hast Du ja weitgehend nur moralische Antworten auf Deine Frage erhalten. Daher hier auch noch eine direkte Antwort:
Als Schwerbehinderte kannst Du Dich von Mehrarbeit befreien lassen. Dies erfordert kein weiteres Attest vom Arzt. Du musst hier nur dem Arbeitgeber gegenüber erklären, dass Du keine Mehrarbeit leisten willst. Mehrarbeit ist die Zeit, die über die gesetzliche Arbeitszeit von 8 Std. täglich hinausgeht. (Nicht zu verwechseln mit Überstunden!)
Bereitschaftsdienste zählen ebenfalls zur Arbeitszeit.
Am einfachsten lässt Du Dich beim Integrationsamt beraten. Dazu sind die ja da.
Freundliche Grüße
Peter
| (noch ohne Bewertung)Von  motata (Details) am 26.01.12 22:08:11 Re: Rufbereitschaft mit Typ 1 Hallo Peter
danke
motata
| (bislang erst 2 Bewertungen)Von  Eva_Maria (Details) am 26.01.12 22:34:11 Re: Rufbereitschaft mit Typ 1 Ich wollte hier nicht maßregeln und auch nicht be- oder abwerten!
Nur verstehe ich einfach nicht, wie sich jemand nur wegen Diabetes Typ1, wenn er ansonsten keine weiteren "Behinderungen" hat (und die sind ja bei 50% GdB wahrscheinlich nicht gegeben), nicht auf veränderte Arbeitszeiten einstellen können sollte.
Dass jeder Diabetes anders ist, ist mir schon klar und manche Dinge machen mir auch nach über 40 Jahren Diabetes heute noch Probleme, Nachtschichten z. B. fordern mir auch oft viel ab, da "spinnt" die Einstellung meines Diabetes mal häufiger, doch das passiert auch, wenn ich kräftig gefeiert habe, grins.
Ich verstehe es auch, wenn man eine Arbeit absolut nicht machen will, weil man unter ganz anderen Bedingungen eingestellt wurde! Da ist es nur allzu menschlich, dass man dann dagegen angeht. Nur - warum nimmt man dann den Diabetes als "Aufhänger"? Warum sagt man nicht einfach klipp und klar, was Sache ist?
motata selbst schreibt in Ihrem Profil, dass Sie keine Folgeschäden durch den Diabetes hat und sie schreibt auch, dass sie sehr sportlich ist, sie macht z.B. einen Tauchkurs! Das ist beachtlich - und wahrscheinlich mit einer grösseren Behinderung auch schlecht möglich.
Das Gute an der ganzen Sache ist aber wenigstens, dass man an der Einstellung der unterschiedlichen Schreiber hier sehen kann, dass man es "so oder so" machen kann.
VG
Eva Maria
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