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(noch ohne Bewertung)Mitglied nicht mehr vorhanden am 25.07.05 18:16:31

richtige Therapie?


Hallo Gemeinde,
die BZ-Nüchternwerte, die postprandialen Werte oder andere werden für Nichtdiabetiker in einer bestimmten Bandbreite angegeben, die je nach Literatur oder Interessen unterschiedlich sind. Auch der HbA1c-Wert schwankt bei gesunden Menschen beträchtlich.
Nun versuchen viele DMler möglichst niedrige Werte zu erreichen, ohne zu wissen, wie diese, seine Werte an gesunden Tagen ausgesehen haben. Wer kennt schon seine BZ- oder HbA1c-Werte vor der Erkrankung.
Ist es möglich, daß viele DMler des Guten zu viel tun ohne das dies notwendig ist? Ist ein "gesunder Wert" schon immer "krankhaft" gewesen oder umgekehrt?

Diese Frage hat sicher nur akademischen Charakter und vielleicht lohnt es sich nicht darüber nachzudenken. Aber man/frau kann ja 'mal drüber reden.

Grüße
steiger

(noch ohne Bewertung)Von Das Symbol für Frau Cappuccino (Details) am 26.07.05 12:29:34

Diabetes


Bist du Diabetiker?
Also ich glaube nicht das man da zu viel des Gutes tut. Es gibt ja einige böse Folgeerkrankungen die durch schlechte Werte zu Stande kommen. Augen, Nieren, Nerven. Und das kann alles böse ausgehen. Von Blindheit, über kaputte Nerven bis hin zur Dialyse. Und das ist alles nicht zu Spaßen.
Klar weiß keiner die Werte die er vor seinem Diabetes hatte, nur ein gesunder Körper reguliert seinen BZ und seinen HB1C selber. Wir Diabetiker müssen was dagegen tun.

(noch ohne Bewertung)Mitglied nicht mehr vorhanden am 26.07.05 12:54:25

Diabetes


Hallo Cappuccino,
ich bin Diabetiker Typ 2 schon seit 20 Jahren. Auch ich versuche möglichst niedrige Werte zu erreichen. Mein HbA1c pendelt bei 5,4-5,8%. Spätfolgen bisher noch keine. Ich bin auch voll Deiner Meinung. Mir ging es mit meinem Posting um folgendes (ich habe mich sicher nicht richtig ausgedrückt): in einigen anderen Foren gibt es oft die Meinung, den HbA1c möglichst unter 5% zu drücken, also sogenannte gesunde Werte ab 4,2% und nicht über 5,2% zu erreichen, sich also unnötigerweise zu "kasteien". Es gibt natürlich auch Ärzte, die diese Werte suggerieren. Diese Werte sind sicher nicht notwendig.
Gruß,
steiger

(noch ohne Bewertung)Von mona am 26.07.05 14:05:22

Hba1c



Hallo Steiger,

der Normwert für glykosyliertes Hämoglobin (Hba1C) liegt bei "gesunden" Männern und Frauen zwischen 4.3 und 5.8 %.

Für einen insulinpflichtigen Typ1-Diabetiker wären diese niedrigen Werte in der Regel nur durch ein gezieltes Hypo-Surfing zu erreichen.
Wäre das erstrebenswert??

Eine hervorragende Einstellung bei einem Typ1 bewegt sich auch nach den neuesten Studien zwischen 6 und 6.5.
Und bei einer guten Einstellung dürfen es hinter dem Koma auch noch ein paar Pünktchen mehr sein.

Gruss
mona

(noch ohne Bewertung)Von Das Symbol für Frau Cappuccino (Details) am 26.07.05 21:27:41

Achso.....


......das meinst du steiger!
Ja da gebe ich dir schon recht, weil ein HBA1C um die 5 meist durch Hypos erkauft wird. Das ist sicher nicht gut. Nur blöd finde ich halt, das es da keinen einheitlichen Wert gibt. Ich hab mal gehört das sie sowas vorhaben, hab aber seither nix mehr darüber gehört. Für mich ist die Grenze 6,5. Mein letzter war 5,8 und das finde ich ok. Aber drunter finde ich es nicht gut. Ja ich hab solche Sachen auch schon gehört, das welche mit einem HBA1C von unter 5 angeben, aber 1. weiß man nicht ob das stimmt, und 2. wie gesagt, glaube ich auch nicht das das gut ist.

(noch ohne Bewertung)Von Urmel am 28.07.05 19:18:39

Zielwerte


Hallo zusammen,
wenn ich die Diabetes-Zeitungen lese und von immer guten Werten, die erzielt werden sollen höre, frage ich mich manchesmal: was ist Theorie und was ist Praxis? Mein HbA1c-Wert liegt immer zwischen 6 und 7. Schlage ich aber mein
Diabetes-Tagebuch auf, liegen die BZ zwischen 50 und 250. Ich selber habe mir als Zielwert für die BZ 100-150 gesetzt. Ich muß dazu sagen, dass ich sehr Insulin-Empfindlich bin. Korrektur-Faktor 80-100. 1 BE verschätzt 200, die Bewegung unterschätzt 50 usw. Der HbA1c-Wert ist in meinen Augen nur ein Orientierungs-wert aber nicht alleiniges Maß einer guten Einstellung.
Liebe Grüße Urmel

(noch ohne Bewertung)Mitglied nicht mehr vorhanden am 29.07.05 01:17:34

Theorie und Praxis


hallo Urmel

netter nick übrigens :-) .... erinnert mich immer an "Urmel auf dem Eis " ....
war aber etz eher nur eine Randbemerkung, bitte nicht übel nehmen ...

Theorie ist : wenn man(n) /frau , alles weis ...... und nichts funktioniert!!!!
Praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner ( besonders der betroffenen Diab selber ) weis warum !!!!

Meist hören und lesen wir ja alle, egal ob selbst Diab, oder nur betroffenenr Angehöriger, von ZIELWERTEN (!!!) und wenn der Betroffene drüber liegt , oder deutlich drüber liegt, gibts erst mal haue :-( ... im übertragenen Sinne , vom Umfeld .... vom Doc. ..... etc. :-(((

sogenannte Traumzielwerte ..... naja .... ich hab schon davon gehört , dass die sogenannten Hyposurfer ... oder besser "niedrig HBA1C ler" .... genauso mit Folgeerkrankungen , z.B. am Auge zu kämpfen haben ....

was ist nun richtig und was ist falsch?????
diese Frage kann wohl niemand wirklich richtig beantworten :-( .... weil ich denke , glaube .... dass jeder einzelne , seinen eigenen - für sich passenden WERT hat , um Folgeerkrankungen zu vermeiden ....

und wem sein DIab und schlechte Einstellung - Hohe Werte, oder miese HBA1c Werte eh egal sind ..... tja .... diese Phasen , macht wohl jeder durch ..... das rauskommen aus dem WERTESCHLAMASSEL (!!!!!) .... das muss jeder selber ....

ich seh es persönlich wie du :-)
der HBa1C Wert ist auch für mich, nur ein Durchschnittlicher Orientierungs Wert

ich wünsche euch allen, noch einen super schönen einstieg in den neuen Tag :-)

shagir




(noch ohne Bewertung)Mitglied nicht mehr vorhanden am 29.07.05 15:10:20

so seh ich das auch . . .


Hi Urmel,
du sprichst mir aus der Seele. Ich hab das Nachjagen nach irgendwelchen Ziel-HbA1c-Werten längst aufgegeben. Ich geb inzwischen zwar brav in jedem Quartal mein Blut ab zur Bestimmung desselben, aber das Ergebnis interessiert mich gar nicht mehr. Die letzten, an die ich mich erinnern kann, lagen immer so knapp unter oder über 7%. Ich weiß auch, ohne dass ich den Wert weiß, wie es mir in den letzten Monaten geganen ist. Ich weiß auch so ganz genau, dass ich zwar immer getan habe, was ich konnte, aber mich manchmal eben genau so verschätzt habe wie du. Hier mal 1 BE weniger oder mehr geschätzt hab als es war, den Einfluss von Fett und Eiweiß spätabends nicht richtig eingeschätzt, Bewegung unter- oder überschätzt - Alltagsprobleme eben. Das olympische Hinterrerrennen irgendwelcher Idealwerte frustet nur. Mich jedenfalls, weil ich sie noch nie erreicht habe. Der beste Wert, den ich je in meinem Leben erreicht habe, waren 6,2 % als ich schwanger war. Danach lags IMMER zwischen 6,5 und 7,5% - egal wie sehr ich mich bemüht und angestrengt habe. Ich vermute mal, dass es heute noch genau so ist. Aber ich will es nicht mehr wissen. Ich kann nicht mehr tun, als ich bereits tue. Und wenns mit Spätschäden trotzdem schief gehen sollte, wäre es auch passiert, wenn ich ständig nach dem HbA1c-Wert geschielt hätte. Nur noch viel frustiger . . .
In diesem Sinne
ein schönes Leben noch
wünscht
Regina

(noch ohne Bewertung)Von Das Symbol für Mann pierre (Details) am 30.07.05 19:50:04

Normbereiche der Labors


Hallo Steiger
und alle beteiligten Schreiber,

um den HbA1c-Wert zu interpretieren, muss man den Normbereich des entsprechenden Labors kennen. Da gibt es eine gewisse Variationsbreite.
Deshalb kann man nicht einfach die Messwerte miteinander vergleichen.

Gruß
Pierre